Kleine Schorfheidetour

Groß Dölln entstand im Jahre 1727, die Gründungsurkunde wurde am 18.10.1774 in Berlin unterzeichnet. Bereits von 1299 bis 1438 wird in der Geschichte des Uckerlandes von einer Familie von Döllen (Dollen) berichtet, nach dieser soll auch das Döllnfließ seinen Namen erhalten haben.

Das Döllner Fließ entspringt dem Großen Döllnsee, fließt durch den Kleinen Döllnsee und mündet in Bischofswerder in den Voßkanal. Auf einer Länge von 20 km entwickelt es ein Gefälle von 16,33 m. Zur Überwindung dieses Gefälles waren früher 9 Schleusen nötig. Ursprünglich wurde das Döllner Fließ im Mittelalter als Verbindungsgraben zwischen Havel und den Döllnseen angelegt, um Holz aus der Schorfheide zu flößen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Holzflößerei betrieben und erst mit dem Bau einer Schmalspurbahn eingestellt.

Kurtschlag: Um 1700 findet sich in den Chroniken die erste Erwähnung einer Pottasche-Siederei am "Curthschen Schlag". Für die Herkunft des Namens gibt es mehrere Deutungen. Unter anderem soll ein Zöllner namens Curth einen Schlagbaum zw. hohenzollerschem und uckermärkischen Landadelbesitz bewacht haben. Wer dort durch wollte soll gerufen haben: „Curth mach den Schlag auf“.

Schluft: 1752 gegründet, siedelten sich hier Spinnerfamilien an, um Seidenraupen zu züchten.

Strecke: ca 35,5 km

Fahrtzeit: ca. 4-5 Stunden in gemäßigtem Tempo

Streckenverlauf: ausgebauter Radweg bis Groß Schönebeck, ab Döllner Siedlung ehemalige Landstraße bis Groß Dölln vorbei am Lotzinsee, Strecke altes Kopfsteinpflaster, etwas schwierig zu fahren, kein Verkehr, da für Autos gesperrt; Groß Dölln bis Kurtschlag kurzes Stück Landstraße; ab Kurtschlag bis Schluft wieder Landstraße Kopfsteinpflaster, aber wenig befahren; ab Schluft Landstraße Richtung Groß Schönebeck und dann rechts weg gut befestigter Waldweg, später wieder Asphaltstraße, kaum Verkehr; Strecke insgesamt eben